Technik Glasplättchen - Speicher der Zukunft
Das digitale Zeitalter begann vor vielen Jahren, als nicht nur die ersten Festplatten auf dem Markt kamen, sondern auch die altbekannte Compact Disc. Zu jener Zeit redete man noch von Mega Byte - heute sind wir schon bei Terabyte angekommen. Nach und nach kamen weitere Speichermöglichkeiten hinzu, wie die Speicherkarte, kaum größer als ein Daumennagel aber Platz für tausende Musiktitel, stundenlange Filme, Millionen an digitalen Fotos oder unzählige Bücher.
Für all das zahlen wir einen hohen Preis, denn gerne versagen Speichermedien. Eine Festplatte hält keine 20 Jahre durch, CDs und DVDs bei schlechter Lagerung weit darunter. Da passiert es schnell, dass Fotos aus der Kindheit futsch sind. Nur wenige Foto-Liebhaber lassen sich ihre Bilder wie zu Zeiten des analogen Fotoapparates ausdrucken und genauso wenige sichern ihre Daten korrekt.
Die japanische Firma Hitachi, die damals noch Festplatten herstellte, forschen an mehrschichtigen Glasplättchen. Was eher wie Since-Fiction klingt, ist dort bereits Realität. Das Material ist in der Lage extreme Hitze, aggressive Chemikalien und Kälte ohne Datenverlust zu widerstehen. Die Daten können über Millionen von Jahren überstehen, so lange das Glas nicht bricht.
Das Material besteht derzeit aus 4 Lagen: auf 2,5cm² können momentan 40 MB gespeichert werden. Genau so viel, wie auf einer herkömmlichen Musik-CD, jedoch sind weitere Lagen kein Problem, so die Entwickler. Damit sind wir endgültig im digitalen Zeitalter angekommen, doch dieses Mal wohl ohne Datenverlust.
- Quelle: n-tv.de, rpe/AFP




raptr sagt:1.10.2012, 22:14 Uhr
Nett, da schau ich doch gleich mal nach wie das ganze denn so funktioniert