Glücksspiel in Videospielen



04.01.2018  - Geschrieben von Redaktion
Das einige Spiele die wir heutzutage spielen reine Glückssache sind, dessen sind wir uns alle bewusst.
Es würde auch niemals jemand daran zweifeln das Internetseiten wie https://de.platinumplaycasino.com/ Glücksspiele
anbieten, aber die Frage was an einem Need for Speed Payback, einem Star Wars Battlefront 2,
einem Overwatch oder Fortnite Glücksspiel ist, das ist bei weitem noch lange nicht geklärt.
Mittlerweile hat sich sogar die deutsche Politik eingeschaltet und lässt Gutachten zu dieser Thematik
erstellen. In Belgien wurden sogenannte Lootboxen bereits komplett verboten und auch in den USA
gibt es erste Vorstöße alle Spiele mit Lootboxen für Kinder und Jugendliche unter 21 zu verbieten.
Wir wollen ohne eine Wertung darüber abzugeben heute einmal zur Aufklärung beitragen:

Glücksspiel – Definition in Deutschland

Ein Glücksspiel ist in Deutschland jedes Spiel das zu großem Maße von Zufall abhängig ist und ein
Suchtpotential bietet. Dabei muss es um Gewinn gegen Zahlung gehen. Wer also Geld auf eine Karte
setzt, oder ein Los und später alles verliert oder einen „Gewinn“ bekommen kann und sei es nur ein
Teddybär, der betreibt in der Regel Glücksspiel.

Darum sind die Hersteller der Meinung das Lootboxen kein Glücksspiel sind!

Entwickler von Videospielen binden mittlerweile immer häufiger Lootboxen in ihre Spiele ein. Dabei
kaufen Spieler im Prinzip ein Los auf das zufällig ausgewählte Preise vergeben werden. Hierdurch
kann natürlich auch ein Suchtverhalten entstehen. Soweit ist das Prinzip der Lootboxen also
tatsächlich als Glücksspiel zu sehen. Die Definition des Glücksspieles enthält aber die Möglichkeit des
Verlustes, die Möglichkeit von Nieten. So etwas sehen die Entwickler in ihren Lootboxen nicht!
Wer eine Loot-Kiste kauft, oder eine Loot-Lieferung, oder eine Loot-Box oder auch eine Loot-Pinjata,
der bekommt immer einen Preis. Die Preise werden zufällig ausgewählt, aber der Spieler hat niemals
die Chance sein Geld komplett zu verlieren und dafür nichts im Austausch zu erhalten, er bestimmt
lediglich nicht was er bekommt, so als würde man im Laden eine Wundertüte kaufen, Sammelkarten,
Fußballbildchen oder ähnliches. Diese Dinge fallen ja auch alle nicht unter das Glücksspielgesetz.

Die Tragweite hinter dieser Entscheidung

Die Tragweite digitale Lootboxen als Glücksspiel zu brandmarken, ohne darüber nachzudenken,
scheint vor allem in Belgien niemandem Bewusst zu sein. Sofort müsste der komplette Vertrieb von
eben solchen Produkten wie Sammelkarten (Pokemon, Magic the Gathering, Yu-Gi- Oh und co.) sowie
von Sammelalben und Sammelbildchen (Zum Beispiel Panini Bilder zur Fußball WM) eingestellt
werden.
Das würde nicht nur für die entsprechenden Firmen ein großes Minusgeschäft bedeuten und
sicherlich eine Menge Arbeitsplätze kosten, sondern uns auch wieder ein Stück Freiheit und
Lebensqualität wegnehmen. Selbst wenn sie oder wir jetzt nicht zu den größten Fans von

Baseballkarten, Fußballbildchen oder Sammelkartenspielen gehören, wir kennen alle jemanden bei
dem zumindest die Kinder absolut begeisterte Sammler sind. An diesen Prinzipien hat seit vielen
Jahren niemand gewagt zu rütteln, aber sollte die EU Lootboxen in Videospielen als Glücksspiel
brandmarken, so wären viele andere Zweige ebenfalls davon betroffen.

Vorschläge und Ideen zur Entschärfung der Situation

Glücksspiel in Videospielen, das will natürlich keiner, außer man kauft ein Western Spiel in dem man
auch pokern kann oder eine Casinosimulation oder etwas ähnliches. Soweit so gut, keine Frage, aber
die Vorgehensweise einiger Publisher und Entwickler zielt mittlerweile weniger darauf ab mit
Lootboxen begehrenswerte Inhalte zu verteilen, wie eine goldene Pistole oder ein Diamant Skin für
eine beliebige Waffe, sondern immer mehr darauf das man Spiele entweder ewig wiederholen muss
oder man kauft Lootboxen.
Die Regierung sollte beginnen Spiele und Spielinhalte dorthin zu regulieren das ein Publisher seine
Spieler, die Geld für ein Spiel ausgegeben haben nicht unfair beeinträchtigt gegenüber Spielern die
wesentlich mehr Geld für das Spiel ausgegeben haben. Sprich: Jemand der 1000 Euro in Lootboxen
investiert soll gerne 50 Waffen besitzen an die andere Spieler nicht herankommen, 100 Kostüme für
seinen Charakter die niemand sonst jemals bekommt oder Fahrzeuge und Tuningteile für sein Auto
die ohne Lootboxen nicht zu bekommen sind, aber nicht mehr Leistung.
Natürlich kann eine Lootbox auch ruhig das ein oder andere Upgrade enthalten, aber das balancing
zwischen bezahlenden Spielern und nicht bezahlenden Spielern muss bei Spielen gleich bleiben. Wer
Spieler im laufe des Spieles, wie zum Beispiel bei EA´s aktuellen Titeln) absichtlich benachteiligt um
sie zu zwingen Lootboxen zu kaufen der sollte gegen geltendes Recht verstoßen.
Im Falle von Need for Speed Payback zum Beispiel setzt EA einen Punkt im Spiel an dem alle bisher
gekauften Lootboxen nahezu unbrauchbar werden und man wieder neue Boxen kaufen müsste, es
sei denn man wiederholt das komplette Spiel mehrfach. Im Falle von Star Wars Battlefront führte EA
Upgrades in Lootboxen ein die Spielern mit den richtigen Upgrades bis zu 30% mehr Feuerkraft und
Panzerung gaben. All das ist eigentlich ein No-Go und ein Vertrauensbruch zwischen Spielern und
Entwicklern.


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