Debatte um Lootboxen geht weiter



30.11.2017  - Geschrieben von Tamina
Die Debatte rund um Lootboxen scheint kein Ende zu nehmen. Ausgelöst durch das Lootboxen System bei Star Wars: Battlefront 2 diskutieren noch immer viele Spieler über die Problematik. Sogar Politiker mischen sich mittlerweile ein, um Lootboxen und Glücksspiel miteinander zu vergleichen und deren potenzielle Gefahr für Jugendliche und Kinder hervorzuheben. Viel Lärm um nichts oder berechtigte Sorge?

Lootboxen werden für Battlefront 2 zum Stolperstein

Bereits vor dem Release hatte sich bei Sar Wars Battlefront deutlich abgezeichnet, dass viele Spieler nicht zufrieden werden mit der Idee von EA Lootboxen im Spiel zu integrieren, die man unter anderem auch über Echtgeld erwerben kann. Insbesondere der Inhalt der Lootboxen ist es aber, der die Community ärgert. Während sich andere Spiele wie Overwatch darauf konzentrieren, nur kosmetische Items in die Boxen zu packen, stellt Battlefront auch Gegenstände und Boni zur Verfügung, die einem spielerische Vorteile verschaffen. Zumindest ansatzweise. Bei den meisten kommt das nicht gut an. Das zeichnet sich auch in den mageren Verkaufszahlen des MMO Shooters ab. Battlefront 2 soll sich somit zum Beispiel im UK um 50 Prozent schlechter verkauft haben als der Vorgänger. Die Lootboxen sollen Schuld sein sowie die Art und Weise, wie EA diese bereits im Vorfeld verkauft hat.

Das brachte mitunter sogar die Politik ins Spiel. So schaltete sich zuletzt die britische Glücksspielkommission in die Debatte ein, um festzulegen, inwieweit Lootboxen als Glücksspiel anzuerkennen sind. Tatsächlich erfüllen diese die Kriterien nicht, da einen Lootboxen nicht im realen Leben und nur im Spiel selbst bereichern können. Werden wir uns also mit Lootboxen auch in buy2play Games anfreunden müssen?

Mikrotransaktionen bleiben beliebte Alternative bei Entwicklern

Auch wenn viele Spieler ihnen kritisch gegenüberstehen, so finden viele Entwickler es offensichtlich richtig, Mikrotransaktionen im Spiel zu integrieren. Dabei unterscheiden viele unter guten und schlechten Lootboxen. Als vertretbare Alternative gelten zum Beispiel solche, die nur Zugang zu kosmetischen Items eröffnen. Die dienen sozusagen nur zur Deko und verschaffen dem Spieler und Käufer keine Vorteile. Anders hingegen sieht es bei solchen aus, die sich für Echtgeld erwerben lassen und auch noch hochwertige, starke Items, Waffen oder Rüstungen oder Boni enthalten, die einem zu besseren Spielergebnissen verhelfen. Zuletzt gab es diese ausschließlich in free2play Games, wo diese geduldet wurden.

Anders sieht das bei buy2play Titel aus, die auf solche Features eigentlich verzichten sollten. Offensichtlich hält sich aber nicht mehr jeder Entwickler daran.

Habt Ihr Euch mittlerweile ein Urteil zur Debatte gebildet? Oder sind Euch Mikrotransaktionen einfach nur egal?
Debatte um Lootboxen geht weiter
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