World of Warcraft Veränderungen beim LFR-Modus

Schlachtzüge über den Browser sollen wieder härter werden

10.08.2017  - Geschrieben von Tamina
World of Warcraft - Veränderungen beim LFR-Modus
Der Raidfinder bei World of Warcraft kämpft schon lange mit einem schlechten Ruf. AFK-Farmer, Touristen-Raider und Flamer treffen hier aufeinander und stellen sich einer stark abgeschwächten Raid-Variante, erhalten dafür aber trotzdem ebenso hochstufige Items wie jene Spieler, die gemeinsam mit der Gilde oder Freunden im „normalen“ Modus antreten. Ist das fair?

Blizzard meint nicht und kündigt jetzt an, dass man die Raids, die über den LFR betreten werden, wieder zu einer Herausforderung machen will. Das AFK-Farmen soll ein Ende haben.

Richtig so oder eine Entscheidung, die insbesondere für Casual Gamer zum Nachteil werden könnte?

Looking for Raid – Vorteile und Nachteile des Browsers

Seit der Erweiterung Mists of Pandaria gibt es bei WoW den Raidfinder. Ein bequemes Tool, über das man einer Randome Gruppe für Schlachtzüge beitreten kann. Ideal für gildenlose Spieler oder auch Gamer, die ihre Klasse nicht gut genug beherrschen, um von anspruchsvollen Gruppen „mitgenommen“ zu werden. Denn der LFR-Modus setzt auf eine stark abgeschwächte Variante des Schlachtzugs.

Die Fähigkeiten der Bosse können weitestgehend ignoriert werden, ohne dass das Konsequenzen hat. Man spricht hier von ARK-Farmen. Viel tun muss man nicht, ein paar Klicks oder auch Auto-Hits genügen und der Boss fällt und gibt trotzdem hochstufigen Loot preis. Das freut Spieler, die kein Interesse an Progress Gaming haben oder sich einen Schlachtzug einfach nur mal von „innen“ ansehen möchten. Daher bezeichnet man den LFR auch oft als Tourismus-Raid. Ein bisschen gucken, ein bisschen klicken und Beute sammeln.

Blizzard wird das Ganze jetzt aber offensichtlich zu bunt. Man kündigt an, das Niveau beim Raidfinder zu steigern. Beispielsweise indem man Boss-Fähigkeiten zukünftig mehr Bedeutung zumessen will. Ein Ignorieren der Fähigkeiten wäre dann nicht mehr möglich. Spieler müssen innerhalb der Gruppe also entsprechend reagiern und Klassen-Skills nutzen, um den Boss zu legen.

Das Ganze aber noch immer auf einem moderaten Schwierigkeits-Level, denn schließlich können LFR Nutzer im Gegensatz zu Gilden keinen Gruppen Chat nutzen, um sich abzusprechen und zu organisieren. Kurz gesagt, es wird also härter im LFR – zumindest ein bisschen. 

Richtige Entscheidung?

Bereits jetzt zeigt sich aber, das nicht jeder LRF-Nutzer sich mit dieser Idee wirklich anfreunden kann. Besonders Spieler, denen das nötige „spielerische Können“ fehlt, befürchten, zukünftig benachteiligt zu werden. Schließlich findet der LFR besonders bei jener Gruppe Anklang, die den Raid-Contet ohne Progress Druck kennenlernen wollen. Ein gewisser Druck wäre aber natürlich da, wenn Blizzard den Schwierigkeitsgrad anhebt.

Womöglich führt das sogar zu noch mehr geflame im Raidfinder, da Spieler von Mitstreitern genervt sind, die der Anforderung nicht gewachsen sind. Letztendlich stellt sich die Frage, ob ein erhöhter Schwierigkeitsgrad im LFR wirklich Sinn macht.

Denn, wer bei World of Warcraft nach einer Herausforderung sucht, wird wohl kaum den LFR nutzen. Andererseits haben viele Casual Gamer die Annehmlichkeiten des Raidfinders zu schätzen gelernt. Wenn man Ihnen diese nun wieder nimmt, könnte das für miese Stimmung sorgen. Blizzard wird hier wohl einen Balance-Akt schaffen müssen, um niemanden bei dieser Anpassung zu benachteiligen oder zu bevorteilen sowie die eh schon sehr angespannte Stimmung im Randome-Raid nicht noch zusätzlich zu verschlechtern.

Freut Ihr Euch über einen „härteren“ LFR? Oder begrüßt Ihr vielleicht das AFK-Farmen?
Veränderungen beim LFR-Modus
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