Hype rund um neue MMOs - Gesund für das Spiel oder eher schädlich?



30.07.2017  - Geschrieben von Tamina
 - Hype rund um neue MMOs - Gesund für das Spiel oder eher schädlich?
Manchmal scheint es offensichtlich besser zu sein, wenn Spiele in erster Linie ruhige Töne beim Release von sich geben, statt bereits im Vorfeld das Interesse unzähliger Spieler auf sich zu ziehen. Dann spricht man von einem Überraschungs-Erfolg, den man so eigentlich erwartet hatte.

So zum Beispiel aktuell bei Albion Online, das als Indie-MMORPG eigentlich nur eine bestimmte Randgruppe ansprechen wollte und aufgrund des Spieler-Ansturms aktuell unter ächzenden Servern zu leiden hat.

Andere MMOs hingegen sind bewusst auf den Hype-Zug aufgesprungen der diese dann auch tatsächlich sicher ans Ziel gebracht hat.

Der Wahnsinn hat sich ausgezahlt

Wenn man von MMO-Hype 2016 spricht, kommt man um Overwatch oder Pokémon GO kaum herum. Zwei Games, die im letzten Jahr für das größte Interesse sorgten und diesem auch weitestgehend gerecht werden konnten. Overwatch in jedem Fall, Pokémon GO mit Abstrichen, da Entscheidungen des Entwicklers und Spielperformance noch immer für lange Gesichter in der Community sorgen.

Dennoch, das Interesse an Pokémon GO hat rund ein Jahr nach der Veröffentlichung wieder enorm zugenommen, was an den neuen Features wie Raids oder legendären Pokémon liegt. Das Potenzial ist hier also – trotz zwischenzeitlicher Durststrecken - noch lange nicht ausgeschöpft.

Das gilt ebenso für Overwatch, die Shooter Sensation des letzten Jahrs. Hier zeichnete sich bereits im Vorfeld ab, dass der Blizzard Titel – der erste Shooter des Entwicklers – ein Meilenstein werden könnte. Letztendlich hat man diese Erwartung auch erfüllt oder sogar übetroffen.

Nicht weiter ungewöhnlich, wenn wir bedenken, dass Blizzard auch für das Vorzeige-MMORPG überhaupt verantwortlich ist, das seit über 10 Jahren erfolgreich am Start ist - World of Warcraft. Der Release im Jahr 2004 war sozusagen die Geburtsstunde der modernen MMO Szene und der damalige Hype dürfte wohl mit keinem anderen Game-Hype danach zu vergleichen sein. Was soll man sagen – die World of Warcraft läuft bis heute, weshalb man wohl einiges richtig gemacht hat. Auch wenn früher natürlich alles besser war – wie alteingesessene Spieler behaupten.

Hype herrscht momentan auch um den Early Access Shooter PUBG. Die Verkaufszahlen sind für einen Early Access-Titel gigantisch. Das Spiel ist schließlich noch nicht einmal offiziell veröffentlicht und vielleicht ist genau das der Haken. Wird PUBG das rege Interesse der Spieler dauerhaft auch noch bis zum finalen Release zum Jahresende halten können? Hier muss man wohl abwarten und Tee trinken sowie auf Content hoffen, der zur Langzeitmotivation beiträgt. Es wäre aber wohl nicht verwunderlich, dass sich die Community ab einem gewissen Punkt satt gespielt hat. Zumal bereits jetzt viele von dem großen Hype rund um PUBGs etwas genervt sind. Ob die später doch noch zu treuen Spielern werden, wird sich zeigen.

Hype kann für ein MMO schädlich sein aber auch durchaus dazu führen, dass Spielerzahlen durch die Decke gehen und die Community dem Titel dauerhaft treu ergeben bleibt. Oft benötigen stark gehypte Spiele aber auch eine kleine Anlaufphase, um zu zeigen, was sie wirklich können. Wie viel Zeit man ihnen für diese Anlaufphase einräumt, hängt von der Community ab, die ja letztendlich auch über den Erfolg entscheidet.

Meint Ihr, dass gehypte Spiele eher dazu prädestiniert sind, Erfolge zu verbuchen oder ist das Drama rund um diese Games eher schädlich? Vielleicht auch, weil man schneller genervt ist oder die Erwartungen einfach automatisch zu hoch sind. Hinterlasst uns doch einfach einen Kommentar.
Hype rund um neue MMOs - Gesund für das Spiel oder eher schädlich?
Du musst registriert sein um einen Kommentar zu veröffentlichen. Registriere dich jetzt oder melde dich mit deinem vorhandenen Account an.